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Nachwuchswissenschaftler gehen Dingen auf den Grund
Freitag, den 23. April 2010 um 16:11 Uhr


Schulisches Netzwerk stellt beim Forschertag in der Sedanhalle Experimente vor


Unsere Forscher-AG am Stand der Pestalozzischule. Foto: TIP-Verlag

 

LAMPERTHEIM – "Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben aus dieser Sporthalle einen Ort der Forschung zu machen", betonte Renate Brückner, Schulleiterin der Schillerschule, während der Begrüßung. Die jungen Forscherinnen und Forscher hatten am Mittwoch in der Lampertheimer Sedanhalle bereits ihre Stände aufgebaut und waren sichtlich gespannt den zahlreichen Besuchern  ihre Experimente, Versuchsstände und Rätsel vorzustellen. Thema des dritten "Forschertages" der Forscherwerkstätten Lampertheim war "Rettet den Eisbären" - Klimaschutz mit dem Schwerpunkt Wasser.

Alle Kindertagesstätten, alle Grundschulen und die vier weiterführenden Schulen der Stadt Lampertheim haben sich zu einem komplexen schulischen Netzwerk zusammen geschlossen. Eines ihrer Ziele ist die frühe Heranführung der Kinder an mathematisch-naturwissenschaftliches Denken und Arbeiten. "Wenn ich in die glänzenden Augen der Kinder schaue, weiß ich, wie wichtig es ist, in die Bildung zu investieren", erklärte Reinhold Stämmler von den Unternehmerverbänden Südhessen, der diese Aktion unterstützt. Bereits im Jahr 2008 hat dieses hessenweit einmalige Bildungsbündnis den Innovationspreis des Südhessischen Unternehmerverbandes gewonnen.

Die Schillerschule als Gastgeber hatte sich ein kleines Programm überlegt um die Gäste willkommen zu heißen: Die zweiten Klassen zeigten das Theaterstück "Die Flussversammlung". Im Verlauf der Veranstaltung hatte außerdem der Schulchor einen Auftritt. Voller Eifer waren die Kinder den zahlreichen Besuchern ihre Forschungsergebnisse vorzustellen. Viele Kinder aber auch die Erwachsenen drängten sich um die Stände und waren gespannt was sich die jungen Forscher haben einfallen lassen: So hatte die Kindertagesstätte Rosenstock einen kleinen Versuch aufgebaut und zeigte, wie der Meeresspiegel einsteigt. In einem kleinen Gefäß waren zwei Berge auf denen Eiswürfel lagen. Am Fuß des Berges, auf einer kleinen Insel im Wasser, stand ein Lego-Männchen. "Durch diese heiße Lampe schmilzt der Schnee auf den Bergen und das Wasser steigt", erklärte Anton, der mit den anderen Vorschulkindern an dem Projekt gearbeitet hat. "Jetzt bekommt das Männchen langsam nasse Füße", stellten dann die Kinder fest, die sich um den Besuch gescharrt hatten und ihn neugierig verfolgten.

Am Stand der Kita Falterweg hatten die Jungen und Mädchen eine Kläranlage aufgebaut. Die Schillerschule hatte kleine Wasserläufer aus Alu-Folie gebastelt und zeigten, wie die Oberflächenspannung des Wassers durch Schmutz, zum Beispiel Spülmittel, zerstört wird und der Wasserläufer untergeht. "Es ist sehr wichtig, dass die Kinder selbst an diesen Projekten arbeiten können und so Phänomene selbst entdecken", erklärte Lehrerin Angela Reinmuth, die an der Schillerschule auch die Forscher-AG leitet.  An dem Stand der Pestalozzischule wurde dagegen der Wasserverbrauch aufgezeigt. Spielerisch stellten die Kinder den Verbrauch für tägliche Gewohnheiten dar.

"Wir machen an unserer Schule sehr viel zum Thema Umweltschutz", erklärte Schulleiterin Ulrike Schulz. So gibt es in der Einrichtung unter anderem sogenannte "Energie-Detektive" und als neueste Anschaffung Wasserperlatoren. Und hier haben die Kinder selbst Versuche gemacht um zu testen, wie viel Wasser auf diesem Weg gespart werden kann. "Das Thema Klimaschutz werden wir in den Forscherwerkstätten weiterführen. Es gibt noch so viele Bereiche wie Strom oder neue Energien und das Netzwerk wird gemeinsam entscheiden, wo wir als nächstes den Schwerpunkt setzen",  gibt Ulrike Schulz schon Einblicke, an welchen Projekten die jungen Forscher und Forscherinnen als nächstes arbeiten.

Vanessa Heß


Quelle: TIP-Verlag vom 22. April 2010

 
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