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Forscherwerkstatt
Montag, den 30. März 2009 um 16:40 Uhr

Forscherwerkstatt: Über 200 Teilnehmer präsentieren Experimente

Kinder bauen Brücken

Lampertheim. Viele kleine und große Forscher tummelten sich beim zweiten Forschertag in der Pestalozzischule in Lampertheim. Über 200 Teilnehmer aus 20 Bildungseinrichtungen, darunter Kindergärten und Grundschulen, waren gekommen, um einen Nachmittag voll Spaß und toller Experimente zu erleben.

"Für Euch Kinder ist es ein ganz großes Erlebnis, Eure Schule oder Kindertagesstätte zu präsentieren", sagte Ulrike Schulz, Schulleiterin der Pestalozzischule. Sie stellte kurz den Ideen-Wettbewerb "Papierbrücken bauen" vor, wobei die Brücken im übertragenen Sinne für Akzeptanz, Toleranz und die wachsenden Beziehungen zwischen den Einrichtungen stehen sollen. Die Forscherwerkstätten sind ein Netzwerk aus Lampertheimer Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen und einzigartig in Hessen. Die Projektleiter sind die Schulleiter Ulrike Schulz (Pestalozzischule), Margarete Veltman (Goetheschule) und Dr. Jürgen Haist (Lessing-Gymnasium, LGL). Ziel des Netzwerkes ist es, Kinder schon früh an naturwissenschaftliche Themen heranzuführen und sie fürs Experimentieren zu begeistern.

Bevor die jungen Forscher Gelegenheit hatten, ihre Experimente den interessierten Besuchern vorzuführen, machte Stefan Spiesberger, Chorleiter an der Pestalozzischule, ein ganz besonderes musikalisches Experiment mit ihnen. Als chaotischer Wissenschaftler mit einem Einkaufswagen voller Musikinstrumente forderte er die kleinen und großen Forscher dazu auf, der Reihe nach folgende Begriffe nachzusprechen: "TTT" (steht für Technik, Teams, Talente), Vermutung, Erde, Wasser und Luft. Mit einem Keyboard gab er den Takt vor und die Kinder spielten dazu auf Instrumenten.


Forscherkasten für die Sieger

Währenddessen hatte das Lehrer-Jurorenteam des LGL mit Dr. Gabriele Waldkircher, Henriette Müller-Martens und Hauke Eifert die Aufgabe, die Papierbrücken zu bewerten. Die Schwierigkeit beim Bau lag darin, dass die Kinder lediglich Papier und Klebstoff benutzen durften. Waldkircher hatte sichtlich Spaß: "Angst vor Naturwissenschaften hat man hier definitiv nicht", sagte sie.

Für die Sieger gab es je einen Forscherkasten für die Schule oder Kita. Eine weitere Herausforderung war der Bau der Leonardo-da-Vinci-Brücke aus Holzstäben. Hier traten vierköpfige Kinderteams gegeneinander an. Siegerteam waren diejenigen, die innerhalb von drei Minuten die längste Holzbrücke gebaut hatten. An zahlreichen Ständen zeigten Kindergarten- und Grundschulkinder zudem viele spannende Experimente wie die "Überraschungstinte", den "unsichtbaren Feuerlöscher" und die "Fakir-Tüte". Der Nachmittag ging mit strahlenden Kindergesichtern zu Ende. nik

(Quelle: Südhessen Morgen vom 25. März 2009)

 
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