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„Zusammen verdient“
Montag, den 19. Dezember 2011 um 16:26 Uhr

AUSZEICHNUNG: Pestalozzischule erhält zum zehnten Mal die Umweltfahne








Zum zehnten Mal hisst die Pestalozzischule die Umweltfahne - die Schüler haben sich dafür ins Zeug gelegt. Foto: AfP Asel


(msc). „Diesen Preis haben wir zusammen verdient und uns selbst zu verdanken“, strahlte Ulrike Schulz, Schulleiterin der Lampertheimer Pestalozzischule, am Mittwochmorgen und forderte alle Schüler auf, sich dafür selbst auf die Schulter zu klopfen. Zum zehnten Mal durfte sie an ihrer Grundschule die Umweltfahne hissen. Diese vom Hessischen Ministerium für Umwelt verliehene Auszeichnung honoriert konsequentes und stetiges Arbeiten von Schulen für den Umwelt- und den Klimaschutz. Damit gilt die Schule nun offiziell als „Umweltschule 2011“.

Die gesamte Schulgemeinde hatte sich kurz vor der ersten großen Pause im Eingangsbereich versammelt und hörte gespannt den Kindern der Klasse 4a zu, die über die Projekte der Vergangenheit referierten. Gemeinsam erinnerten sie sich an die Unterstützung der Energiekarawane der Stadt, der Beteiligung an der Aktion „Grüne Meilen“ sowie der Präsentation ihrer Aktivitäten im DM-Markt in Lorsch.

Giraffendetektive sind Möglichkeiten des Energiesparens auf der Spur. Auch das Klimamobil stattete der Schule einen Besuch ab und hat seine Wirkung nicht verfehlt, denn auf die Frage der Viertklässler, wie man dasselbige effektiv schützen kann, wussten zahlreiche Kinder aller Alterstufen eine kluge Antwort. „Wasser sparen“ war der Tipp des einen, „weniger Papier verbrauchen“ wollte der andere.

Die Schule hatte zwei Projekte für die erneute Zertifizierung eingereicht. Einmal das Projekt „Gesunde Ernährung und Klima“, in dem es darum ging, den Kindern den Zusammenhang zwischen Nahrungsmitteln und den durch sie verursachten CO2-Emissionen näherzubringen. Ebenso bewertungsrelevant war die Aktion „Klimaschutz geht weiter“, in der erörtert wurde, wie die Idee zum Klimaschutz auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen werden könne. Die Überprüfung hatte das Naturschutzzentrum Bensheim übernommen. „Es geht darum, dass die Schüler Gestaltungskompetenz erlangen“, erläuterte Schulz die pädagogische Idee hinter den Projekten.

„Wir wollen vermitteln, wie wichtig es ist, mit sich selbst und seiner gesamten Umwelt gut umzugehen. Das zielt auch auf soziale Komponenten ab.“ In diesem Zusammenhang stünden auch Einrichtungen wie der Kinderrat oder die Streitschlichter. Dass dieses auf Nachhaltigkeit ausgelegte Konzept erfolgreich ist, beweist die nun erfolgte Neuzertifizierung. Seit 1998, mit rund drei Jahren Pause dazwischen, trägt die Pestalozzischule nun den mit der Fahne verbundenen Titel „Umweltschule“, den sie nun die nächsten zwei Jahre mit Stolz führen darf. Eine finanzielle Zuwendung ist damit nicht verbunden, es gehe, so Schulz, alleine um die Auszeichnung der Arbeit an sich.

Quelle: Lampertheimer Zeitung vom 15.12.2011

 
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